Kaffee und Menschlichkeit

Amerikanische Kaffeehausketten sind so lange schön, wie sie ihre versprochenen Standards einhalten und ihre Mitarbeiter freundlich sind. Wenn unfreundliche Behandlung oder eine mindere Qualität des zubereiteten Getränks ins Spiel kommen, ist der bis dato treue Kunde, der bereits viel Geld in dem “Laden” gelassen hat, schnell enttäuscht und wendet sich ab von seinem sehr plötzlich doch nicht mehr so sehr “Lieblings-Laden”. Rehabilitiert sich der treue Kunde dann von dem “Schockerlebnis” und gibt dem ganzen eine 2. Chance, reicht ein kleiner Fehltritt des Mitarbeiters, um sich vollends gegen das Konzept für die Ausgestaltung des eigenen Lebens zu entscheiden. Ich denke, dass gerade so überteuerte Ketten mit wenig persönlichen Charme, der den Kunden beim Vergessen der unschönen Erlebnisse in anderen, individuelleren Kaffehäusern helfen würde, es sich auf Dauer nicht leisten können, Stammkunden zu vergraulen. Auf Dauer wird sich hoffentlich wieder das persönliche kleine Café durchsetzen und uns den heimischen Charme wieder in die Innenstädte tragen.

ich frage mich, wie Systemgastronomie gerade in dem Land geboren werden konnte, welches sich die größte Ausprägung der Individualität seiner Einwohner auf die Fahnen schreibt. Wenn sie dann aber wenigstens dort bleiben würde und nicht auch noch unser Land besiedeln würde… Wo bleibt da die Menschlichkeit, wenn aus reiner Profitgier eine Marke aufgepumpt wird, die dank der Reflektionsresistenz vieler Einwohner, die wirklich menschlichen Konzepte stark unter Druck setzt und teilweise leider auch ersetzt! Ähnliches gilt in meinen Augen auch für die Bekleidungsindustrie…

Und weiter dreht sich das Rad der Selbstentfremdung und des sich-mit-vermeintlichen-Werten-Aufpumpens (grüner Aufdruck auf dem Becher…)…

Kreativlos

Viele Menschen auf diesem Planeten halten sich rein von zu vielen externen Einflüssen, reflektieren, konzentrieren sich auf ihre Bedürfnisse und erhalten sich so die Fähigkeit, kreativ zu sein. Gute Ideen kommen dabei herum und die sollten doch bitte auch denen gehören, die sie hatten.

So viele Menschen scheinen ihre eigene Selbstentfremdung und Kreativlosigkeit zu “kompensieren”, indem sie die Ideen und das Innere anderer Menschen kopieren… Ich finde das verwerflich und traurig.. Hier ein Link zum Thema.

Wenn mehr Menschen über die Machenschaften der Samwers bescheid wüssten und über ein bisschen Anstand verfügen würden, hätten solche Leute nicht so einen “Erfolg”…

Das ganze Leben ist ein Ergebnis des Versuchs, sich selbst so zu “manipulieren”, dass man glücklich ist :). Wenn es gelingt, ist es super! Lustig auch, was das Wetter für einen Einfluss hat, den man sich manchmal gar nicht bewusst macht.  Sich die Zeit zu nehmen für Bewusstsein und das Wesentliche: entspannend und unbezahlbar!

Ein paar Gedanken am Montag

Die dunkelsten Stunden des Lebens erhellen die schönen Zeiten umso mehr, wenn man einfach durchhält und nicht aufhört, an das Gute zu glauben.

Es ist mir unbegreiflich, wie Menschen sich an Markenwerte und Statussymbole klammern können, um sich über die Aneinanderreihung kurzzeitiger Selbstwertsteigerungen, über ihr inhaltsleeres Leben zu retten. Dabei verpassen sie so ziemlich alles, was das Leben ausmacht.

Das Überkommen der materiellen Abhängigkeit stelle ich mir als absolute Erfüllung vor. Einfach nur sein… und damit im Reinen sein mit den aktuellen Gegebenheiten! Ein Traum. Erst dann werden doch die (unumstritten teilweise schönen) Güter auf dieser Erde wirklich wertvoll, weil man sie nicht braucht! Erst dann kann man sich doch an ihnen erfreuen, weil sie wirklich ein Luxus werden, anstatt die triste Realität zu überdecken.

Der Weg dahin ist mit Sicherheit hart, aber ich denke doch, dass er sich lohnt!

Flashmob

Flashmob ist eine lustige Sache. Man wird einfach überrascht von Menschen, die sich lange vorher schon zusammmengefunden und organisiert haben, um eine gemeinsame Sache zum Leben zu erwecken. Gemeinschaftsgefühle, Überraschung, die Verfolgung eines ehrenwerten (meist) Ziels, toll!

 

 

Bernd Kolb

Über einen Artikel in der “Wired” bin ich auf ihn aufmerksam geworden und habe mich direkt näher über ihn und seine Vorhaben informiert. Dazu gibt es auch einen interessanten Vortrag.

Ich finde die Grundidee jedenfalls sehr gelungen und bin froh, dass solche Impulse in die Gesellschaft gegeben werden. Besonders gefällt mir der Aspekt des “Social Entrepreneurship”! In diesem Sinne die Gesellschaft bereichern hat etwas motivierendes! Cooler Typ!

Ich werde unsere Projekte jedenfalls weiterhin konform mit vielen der hier genannten Werte entwickeln und hoffe, dass auch viele andere Menschen so denken und vor allem auch handeln!